Es gibt verschiedene psychotherapeutische Verfahren.

Drei sind als sogenannte Richtlinienverfahren von den Krankenkassen anerkannt:

  • Psychoanalyse
  • Tiefenpsychologie
  • Verhaltenstherapie

Ich arbeite verhaltenstherapeutisch. Zugrunde liegt die Überzeugung, dass die meisten emotionalen Probleme entweder auf Lerndefizite oder auf unangemessene, krankmachende Denk- und Verhaltensmuster zurückzuführen sind. Verhaltenstherapeuten setzen hier an, wenn sie helfen, dass Sie fehlende Fähigkeiten aufbauen oder unangemessen verarbeitete Lernerfahrungen verändern.

Ihre aktive Mitarbeit ist dabei natürlich unerlässliche Voraussetzung. Nicht nur, dass Ihre Therapeutin ja schlecht etwas für Sie verändern kann (das müssen Sie lästigerweise schon selbst besorgen), sie braucht auch Ihre Unterstützung bei der angemessen Diagnose Ihrer Problematik, damit ein sinnvolles, auf Sie zugeschnittenes Behandlungsprogramm erstellt werden kann. Auch noch so geschulte Therapeuten können Ihre Gedanken, Motive, Einstellungen, Befürchtungen und Wertmaßstäbe nicht allein von außen erkennen.

Anders als bei körperlichen Erkrankungen, reicht es nicht, in die Sprechstunde zu kommen, etwas einzunehmen und dann auf Besserung zu warten, denn die Wirkfaktoren, die zu Ihrer Genesung führen, liegen in Ihnen selbst. Niemand – außer Ihnen! – hat dazu Zugang und könnte von außen, womöglich sogar gegen Ihren Willen, psychische Veränderungen bei Ihnen durchsetzen oder Ihre Beschwerden lindern. Psychotherapeuten können Sie dabei auf Ihrem Weg begleiten, Sie unterstützen, aber Sie können Ihnen die Veränderung nicht abnehmen. In der Regel findet einmal wöchentlich oder alle 14 Tage eine Therapiestunde à 50 Minuten statt. Je weiter die Therapie fortgeschritten ist, desto größer werden die Abstände zwischen den Therapiestunden.

Die Dauer der gesamten Therapie ist abhängig von der Art, Dauer und Tiefe Ihres Problems. Über fünf sog. „probatorische Sitzungen“ hinaus, die der Datenerhebung, Diagnose und Therapieplanung dienen, muss die Kostenübernahme von Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse beantragt werden. In der Regel gewährt sie einen Behandlungsumfang von weiteren 25 Sitzungen bei Kurzzeitbehandlung oder 45 Sitzungen bei Langzeittherapie